Schladming/Dachstein

Nach einem letzten Frühstück im Kolpinghaus machten wir uns auf den Weg in die Steiermark. Endlich wieder auf die Ski steigen! Nach einer nicht ganz planmäßig verlaufenden Fahrt fanden wir unsere schicke Ferienwohnung in Schladming.

Schladming ist natürlich durch die Ski-Weltcup-Rennen bekannt. Aber die Ramsau kennt auch jeder Fan der „Bergretter“. Hier rund um den Dachstein erleben die Darsteller in der bekannten Serie ihre Abenteuer bzw. retten jeden der in Not geriet.

Trotzdem unser Zeitplan etwas durcheinander geraten war, wollten wir doch schon mal auf den Dachstein fahren.

Vorher gaben wir noch unsere Ski im „Kosmetik-Laden“ ab und checkten uns für die Lift- und Gondelfahrten ein.

Skifahren ist in der gesamten Region in allen möglichen Varianten möglich. Langlaufen kann man hier in Schladming-Dachstein auf ca. 400 Loipenkilometern. In Ramsau gibt es ca. 220 Kilometer Strecke für Klassisch und Skating. Beleuchtete Loipen bieten auch in den Abendstunden sportliche Möglichkeiten. Auf dem Gletscher finden sich auch Höhenloipen. Ein Mekka für Fans der schmalen Latten. Wer mein Davos-Desaster noch in Erinnerung hat, wird vermuten, dass mich diese Strecken aber doch eher nur semi interessieren. Aber, wenn Zeit ist, steig ich noch mal auf die schmalen Latten. Muss ja irgendwie gehen. Sind ja auch nur Skikes ohne Rollen.

Über des Pisten-Netz berichte ich in den nächsten Tagen.

Wir fuhren heute direkt zum Dachstein. Über eine Mautstraße, die im Skipass allerdings enthalten ist, gelangt man direkt zur Dachstein Gletscherbahn. Sie ist eine Pendelbahn, die gänzlich ohne Stützen die 998 Höhenmeter in 7 Minuten überwindet. Pro Stunde können 445 Personen hinauf und natürlich auch wieder hinunter gebracht werden. Eine Gondel hat sogar eine Aussichtsterrasse für 10 Personen.

Oben angekommen erlebten wir eine Premiere. Wir mussten die Skipiste zu Fuß ein Stück herunter laufen, um zum Aufgang der Hängebrücke zu gelangen.

Über die etwa 1 Meter breite und ungefähr 100 Meter lange Brücke gelangt man zur Treppe ins nichts. Hier hat man das Gefühl quasi in der Luft über 400m tiefem Abgrund zu schweben. Zum nebenan gelegenen Eispalast konnten wir aus Zeitgründen leider nicht mehr gehen, sonst hätten wir dieletzte Gondel nach unten verpasst. Hoch gings dann mit dem „Zauberteppich“.

Aber für den kurzen Besuch auf dem Skywalk blieb noch Zeit. Eine Plattform aus Glas bietet einen wunderbare Rundumblick, runter dem Besucher die 250 Meter abfallende Felswand. Und vor allem den Dachstein kann man in seiner vollen Schönheit genießen.

Dann wurde uns aber doch kalt und wir stiegen in die letzte Bahn. Dort konnten wir dann noch das Mautticket aktivieren und los gings zurück nach Schladming. Die Mautstation sorgte kurz für sehr viel Heiterkeit. Eigentlich gibts ja Automaten, genau wie z.b. im Parkhaus. Aber die dort angestellte Dame wollte unbedingt persönlichen Kontakt mit dem Publikum und hängte sich weit aus dem Fenster, um uns das Tickert persönlich abzunehmen, nach dem Erfolg unseres Besuches zu fragen und selbstverständlich die besten Wünsche für eine gute Fahrt zu übermitteln. Sehr süß! Dann schnell noch einen der örtlichen Supermärkte überfallen und dann endlich „Beene hoch – Amerika!“ Der erste Skitag wird anstrengend genug.

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