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Alle sagen immer, ich muss stark sein. Wofür? Was bekomme ich denn, wenn ich stark bin?

Ich taue den Gefrierschrank ab. Wofür? Dein Lieblingseis wird es da ja wohl nicht mehr geben. Den Geruch von Kürbissuppe werde ich wohl nie mehr ertragen können. Alles fühlt sich falsch und schwer an. Vorgestern ging es mir noch relativ gut, doch seit gestern ist alles wieder anders.

Vielleicht fehlt mir das Laufen am Morgen, um in den Tag zu kommen, ich werde das morgen versuchen. Wenn ja, werde ich wohl nun bei Wind und Wetter draußen herumlaufen und den Weg in den Tag suchen.

Ich möchte gerade gerne einschlafen und wenn ich morgen aufwache, liege ich neben dir.

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Laufen hilft wohl wirklich etwas. Dabei kann man eben auch gut nachdenken. Wenn die Sonne durch die Äste blinzelt, sage ich dir Guten Morgen und schicke dir einen Kuss.

Beim Laufen vielen mir schöne Zeilen ein, die ich so oder so ähnlich schon mal gehört habe. „Das heute ist morgen schon Erinnerung und übermorgen nur noch ein Nebel von damals.“

Die schönen Dinge zu genießen, dafür bleibt so wenig Zeit. Ein schöner Moment und schon sind wir weiter geeilt. Aber die Traurigkeit hat alle Zeit der Welt. Sie lädt sich selbst zum Bleiben ein , sucht sich einen gemütlichen Platz  und denkt gar nicht daran wieder zu gehen. Man sagt ja, man muss alles einmal allein getan oder erlebt haben, bevor es leichter wird. Was ist dann nach diesem Jahr? Atmet man durch? Fällt die Trauer ab und man kann sich vor Lachen nicht halten? Wird die Welt heller?

Heute kommt wieder ein Stück von meinem neuen Zaun im Garten dazu. Ich baue mich in unserem kleinen Paradies ein, will nicht, dass jemand hinein schaut. Das ist unser kleines Glück. Gerade hier spüre ich dich am meisten.

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Markttag also. War ja euch dein Part. Da stand ich nun und habe überlegt, nach welchen Kriterien du wohl den Händler ausgesucht hast. Dann habe ich gedacht, Augen zu und durch.“  Sonst habe ich ja auch alleine eingekauft. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich alle anschauen, weil ich und nicht du auf dem Markt war. Das nächste Mal wird bestimmt schon besser. Das Markttreiben gefällt mir.

Heute war ich dafür nicht laufen und wir haben ganz viel im Garten gearbeitet. Alles arbeiten, die sonst du erledigt hast. Aber wir haben es geschafft. Es hat zum einen Freude bereitet aber hat auch weh getan.

Manchmal möchte ich gerne ein bisschen wütend auf dich sein, wegen all dem Kram, denn du aufgehoben hast. „Kann man ja noch mal gebrauchen.“ Tja, wie oft wir das brauchten sieht man ja, wieviel nun rumsteht. Nun habe ich den ganzen Plunder am Hals. Aber ich kann nicht böse sein. Immer ist da Wärme und ein bisschen Schmunzeln wenn ich an dich denke.

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