10. Tag – Auf verbotenen Wegen

Aufgewacht, die Sonne lacht. Fenster fröhlich auf – gleich wieder zu gemacht. Sonnenschein und zwei Grad, das war die Begrüßung des heutigen Tages. Langsam aber sicher hält hier der Herbst endgültig Einzug. Heute wollten wir den alten Schmugglerpfad bewandern. Im Keller gab es erstmal ein böses Erwachen, denn meine Schuhe waren noch patschnass. Also schnell noch mal nach oben und die Berg-Laufschuhe angezogen. An der Bushaltestelle schien sich die gesamte Wanderschar jenseits der 60 versammelt zu haben. So musste der Bus ein paar Wanderer in Grän stehen lassen, es war schlicht kein Platz mehr im Bus. Wir stiegen in Schattwald aus und bestiegen dort den Sessellift der Wannenjochbahn.

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Der Schmugglerpfad ist eine tollen Sache für Familien mit Kindern. Man erfährt viel Interessantes und kann ein Schmugglerspiel entlang des Weges spielen. Dazu muss man sich entweder als Schmuggler oder Zöllner zu erkennen geben und entsprechend seiner Rolle verschiedene Aufgaben an Stationen durchführen. Die Kinder wählten die Schmuggler-Rolle und wir Erwachsenen wurden als Zöllner ausgesucht.

Oben angekommen holten wir uns zunächst den letzten Stempel für unseren Wanderpass.

Leider hatten wir an der Kasse vergessen uns die entsprechenden Utensilien für das Spiel geben zu lassen, aber wir hatten auch so Spaß. Und alle Aufgaben machten wir auch nicht mit. Schon am Anfang sollten sich die Schmuggler mit Kohle das Gesicht schwärzen. Heute war ich doch froh, keine kleinen Kinder zu haben. So brauchte ich mir um die Reinigung von schwarzen Händen und Gesichtern und mit Stempelfarbe bekleckste Jacken keine Sorgen zu machen.

Der Weg  selbst liegst sehr romantisch und man hat einen traumhaften Blick über das Tannheimer Tal.

Mit überraschend großer krimineller Energie liefen unsere Schmuggler-Kinder ständig vor uns als Staatsgewalt davon. Erst an der Landesgrenze gelang es uns die Bande festzusetzen und zur Rast zu zwingen. Dabei ging ich sogar direkt an zwei Kühen vorbei! Na gut, die waren noch nicht ganz ausgewachsen aber trotzdem schon sehr gefährlich. Auf der Alm müssen schon viele vor uns gewesen sein, denn es gab nur noch ein einziges Stück Käsekuchen. Wir teilen ja ganz gerne, aber bei Käsekuchen zählen weder Freunde noch Familie ☺☺

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Letzte Spielstation

Nach unserer Rast wanderten wir weiter Richtung Iseler-Bergbahn. Ingo wollte zwar noch unbedingt auf einen Gipfel klettern, aber die Kinder und auch ich, hatten nicht wirklich viel Lust dazu. An der Gondelstation entschieden wir uns – sehr zum Unmut von Julia- den Weg zu Fuß ins Tal anzutreten. Auf dem Forstweg ging es Richtung Oberjoch. Dabei entdeckten wir noch einen kleinen Wasserfall.

 

Im Ort angekommen mussten wir noch kurz auf den Bus Richtung Grän warten. Dort wollten wir noch in die Touristen-Info gehen und unsere Wandernadel abholen.

Unser Rückweg führte wieder über die Konditorei und dann war’s das wohl mit Wandern in diesem Urlaub, denn für morgen ist Regen angesagt, deshalb werden wir wohl schon morgen nach Hause fahren.

Fazit des Tages: Urlaub ist schön, aber zu Hause auch.

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