4. Tag – Ruhetag bedeutet nicht, dass man seine Ruhe hat

Heute also kein großer Wandertag. Für den Nachmittag ist Regen angesagt und ohnehin wollten wir uns für morgen schonen. Das Tannheimer Tal ist ein tolles Wandergebiet, aber sonst gibt es hier nicht viel, zumindest in der näheren Umgebung. So fuhren wir nach Reutte zur Burgruine Ehrenburg. Hier befindet sich auch die highline179, eine Hängebrücke. Laut Prospekt ist sie die längste Tibet Style Hängebrücke der Welt. Mit ihren 403 Metern Länge verbindet sie die Burgareale Ruine Ehrenburg und Fort Claudia.

Eingang zur Burgenwelt Ehrenberg

Die Burgenwelt besteht aus vier Teilen, alle besuch- bzw. begehbar. Doch zuerst ging es zur Hängebrücke. Die Brücke ist genial. Man sollte schon schwindelfrei sein, denn wie der Name Hängebrücke vermuten lässt; sie ist in Bewegung, schaukelt zuweilen kräftiger.

Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es eine kleine Aussichtplattform. Dort hatten sich heute auch vier Bläser eingefunden und gaben ein Natur-Konzert. Nicht ohne Grund, wie wir gleich erfuhren. Eine Marina freut sich jetzt hoffentlich mächtig, denn sie erhielt einen schönen Heiratsantrag.

Wir wanderten dann einen kleinen Anstieg nach rechts hoch und besichtigten dort Fort Claudia. Fort Claudia wurde, um die vielen geschichtlichen Informationen zu bündeln, von Claudia di Medici befestigt und wohl auch bewohnt.

Das Gelände ist wunderbar restauriert. Nach eingehender Betrachtung ging es wieder  auf die Brücke. Weiter ging’s zur Ruine Ehrenburg. Der Schloss-Charakter ist noch zu erahnen. Ehrenburg wechselte mehrere Male den Burgherren. 1971 wurde mit der Restauration begonnen.

 

Dem vierten Teil, Festung Schlosskopf verweigerten Julia und ich uns. Max und Ingo wollten aber unbedingt, trotz einsetzenden Regens aufsteigen. Laut Prospekten wurde die große Festung nur gut 41 Jahren genutzt. Sie galt als uneinnehmbar. Heute sieht man noch ein paar Mauern. Gebaut worden ist für die Besucher ein Aussichtsturm, der einen imposanten Blick auf die Umgebung bietet. Laut Max und Ingo ist dies auch so.

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Julia und ich setzten uns in eine Gaststätte namens Salzstadl. Auch dieses hat natürlich eine Geschichte. Es stand ursprünglich nicht auf dem Burggelände sondern wurde aus dem 20km entfernten Leermoos „umgesiedelt“ . Auf Topfen-Marillenstrudel und Mohr im Hemd mussten wir ganz schön lange warten, es war viel Betrieb in der Hütte. Aber es lohnte sich.

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Als die Männer wieder unten waren, besuchten wir noch das Museum in der Klause. Für Familien genau das richtige. Hier gibt es Mittelalter zum anfassen und erleben. Für die Kinder gibt es eine Rätselralley, an deren Ende man zum Ritter oder Burgfräulein ernannt wird. Rätseltafeln gibt’s auch auf dem Weg zur Brücke und auf der Ruine Ehrenberg.

Das war uns dann genug Geschichte und wir fuhren wieder Richtung Haldensee.

Fazit des Tages: Ruhetag hatte nur die Sonne.🔆🔆🔆🔆💦

 

 

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