3. Tag – Kleingeld im Auto ist immer hilfreich

Heute konnte man schon früh morgens die Sonne sehen. Na gut, um 06:45 Uhr noch nicht ganz, aber ich glaubte einfach fest an den Wetterbericht. Bei meiner ersten Tasse Kaffee ganz ohne Familientrubel kamen dann aber schon die ersten Sonnenstrahlen hervor.

Da kein Wanderbus von den Fahrzeiten her passte, nahmen wir heute unser lädiertes Auto. Wir mussten ja auch nicht weit fahren, aber zu Fuß wollten wir nicht bis an den Ortsrand von Grän laufen. Schließlich hatten wir am Berg viel vor. Auf dem Parkplatz stellten wir fest, dass wir nicht genug Kleingeld für die Parkuhr hatten und ich musste mir dreimal anhören, dass Ingo deshalb immer Kleingeld in seinem Auto hätte. 🙄🙈

Von Grän aus wanderten wir bei allerschönstem Sonnenschein Richtung Lumberg. Erstes Zwischenziel sollte die Bad Kissinger Hütte sein.

Der Wanderweg ist wirklich schön, was allerdings zur Folge hat, dass man wirklich viele andere Wanderer trifft. Die Landschaft wechselt zwischen kleinen kühlen Waldabschnitten, guten Aussichtspunkten, kleinen Bachläufen und Wasserfällen.

Julia hatte heute einen schweren Tag. Sie hatte wohl Muskelkater, zu kurze Beine😅😄 und irgendwie ein Motivationsproblem. Aber Widerstand ist bei uns ja bekanntlich zwecklos, alles wird auf den Berg getrieben.

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An der Bad Kissinger Hütte angekommen, bedauerte wir sehr, dass es kein Touristen-Frühwarnsystem gibt. Es ist ja schön, wenn sich viele Menschen fürs Wandern begeistern, aber das ging mir echt zu weit. Meine Familie wollte natürlich noch auf den Gipfel des Aggenstein. Der ist 1986 m hoch. Ich las auf dem Schild nur Trittsicherheit und war eigentlich raus. Aber heute ließ ich mich überreden. Ich meine, als ich sah, wer oder was da alles hoch stiefelte – das konnte ja so schlimm nicht sein. Es ging auf dem Weg zu wie auf einer Bundesstraße. Ständig kamen einem Mensch und Tier entgegen.

Unterhalb des Gipfels waren Seile angebracht, die ich auch benutzte.😎😎 aber wer gut trittsicher ist, kann sie auch links bzw. rechts hängen lassen. Oben auf dem Gipfel hielten wir uns nicht lange auf, denn es war einfach nicht schön.  Normalerweise gehört es zu unserem Ritual, oben auf dem Gipfel mit Brot, Käse, Äpfel und Salami ein Picknicks zu machen, aber hier hätten wir wohl eine Platzanweiser gebraucht.

Ich machte mich eigentlich sofort wieder auf den Rückweg, die anderen drei folgten mir kurze Zeit später. Julia fand auf dem Gipfel auch noch ein neues Haustier.

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Auf der Hütte machten wir bei Schiwasser, Jausenbrettl und Speckknödelsuppe kurz Rast und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat. Unseren Stempel holten wir uns vorher aber noch.

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Auf einem wirklich wunderschönen Weg ging es zur Sebenalm. Auf unseren beiden Wanderungen hätte sich einer von uns fast komplett einkleiden können. Gestern begegnete uns ein Unterhemd. Am ersten Wegweiser baumelte eine Wander-Sandale. Zwischendrin grüßte uns eine Unterhose. Direkt neben dem Wanderweg stand ein gutes Paar Wanderschuhe und auf dem Grat hing eine Jacke. Vielleicht sollten wir das shoppen bleiben lassen und stattdessen wandern gehen, wenn wir neue Klamotten brauchen.

 

Die letzten Meter  zur Bergstation Füssener Jöchle liefen sich schnell weg. Nach unten gönnten wir uns aber die Gondelbahn. Max, Julia und ich machten uns auf dem Weg Richtung Ferienwohnung und Ingo holte in der Zwischenzeit unser Auto.

Morgen gibt es einen Ruhetag, denn Sonntag startet der Hillclimb.

Verdacht des Tages: Irgendwo im Tannheimer Tal ist ein Nacktwanderer unterwegs.

 

 

 

 

 

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