7. Etappe – Bremerhaven

Der Tag begrüßte uns mit Nieselregen und starken Windböen. Der Bus holte uns zum vorletzten Mal ab und setzte uns im Hafengebiet ab. Dort schüttete es dann wie aus Eimern. Die Bereiche zum Umziehen, Tasche abgeben und die Startnummernausgabe sowie der Start lagen ziemlich weit auseinander. Aber so verging die verregnete Zeit wenigstens recht schnell. Auf dem Weg zum Start wurden wir noch mal richtig nass. Pünktlich zum Nordseelied riss der Himmel auf und die Sonne kam wieder raus. Leider blieb der Wind und wurde sogar noch stärker. Die Strecke führte zunächst durch das Hafengebiet. Eine kleine Brücke sorgte für viele aufgeregte Läufer, denn sie schwang stark mit. Dann ging es weiter vorbei am Zoo, auf den Deich und runter an die Wasserkante. Der Rückenwind schlug uns nach der Wende jetzt als Gegenwind entgegen. Jetzt hieß es durchkämpfen. Am Leuchtturm gab es Getränke und schon ging es wieder hoch zur Schleuse. Wer dachte, die Gegenwindstrecke wäre endlich vorbei, dem wurde schnell der Zahn gezogen, denn jetzt ging es nochmal richtig los. Schön war, dass man die Vorderen, die schon wieder auf dem Deich liefen von unten sehen konnte. Es gab viele Hallos und Grüße von der unteren auf die obere Strecke. Nach der nächsten Wende gab es wieder Rückenwind und wurde dadurch teilweise gezwungen schneller zu laufen, als man konnte oder wollte. Die Startnummer fungierte wie ein Windsegel, dass uns vorwärts zog. Die zweite Runde war nicht weniger anstrengend. Irgendwann ging es dann endlich über die kleine Brücke Richtung Ziel.

WP_20170624_002

Auch Ingo hatte heute mit dem Wind zu kämpfen, konnte aber noch einen Platz in der Gesamtwertung gut machen. Mir war heute klar, dass ich keine gute Zeit erreichen würde. Ingos Schuhe taten meinem Zeh wieder gut. Meine Oberschenkel waren aber meinem Gefühl nach aus Stein. Meine Uhr wollte auch nicht mehr. Aber nach einer Stunde hatte ich mich tapfer durchgekämpft.

Heute gab es die große Endsiegerehrung mit allen Altersklassen und der Tour-Wertung. Tombola – wie gehabt.

Zum allerletzten Mal fuhr uns der Bus zum Hotel und damit ist der Nordseelauf 2017 Geschichte.

Fazit des Tages: Der Wind an der Nordsee kann immer noch ein bisschen mehr, als man dachte, und auch mit zwei Nummern wird man bei einer Tombola noch lange kein Sieger sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s