6. Etappe – Otterndorf

Wir sind gut in Bremerhaven gelandet. Im Hotel hieß es allerdings: Herzlich willkommen, aber Ihre Zimmer sind noch nicht fertig. Einchecken ist ja generell erst um 15.00 Uhr. Wie jetzt? Aber unser Bus zum Lauf fährt doch schon 15:15 Uhr ab! Uns blieb die Wahl zwischen Umbuchen oder darauf hoffen, dass das Zimmer eher fertig ist. Wir buchten lieber um und so haben wir nun statt Wasserblick – Parkplatzblick. Viel Zeit um aus dem Fenster zu schauen hatten wir aber eh nicht. Also hieß es auspacken und ein wenig entspannen bevor es zum Lauf ging. Otterndorf ist gut eine Stunde Fahrzeit von Bremerhaven entfernt. Der Ferienpark, in dem der Lauf stattfand, liegt ungefähr 2km vom eigentlichen Ort entfernt.

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Heute war uns der Wettergott nicht ganz so wohl gesonnen. Es war sehr windig, dafür nicht mehr ganz so heiß und zwischendrin gab es immer mal ein paar vereinzelte Regentropfen. Zum vorletzten Mal stimmten wir den alten Gassenhauer aller Friesen an und ab ging es auf einen wirklich schönen Lauf. Für uns bisher der schönste. Vorbei am „Nordsee“ und am „Südsee“ ging es auf gut befestigten Wegen Richtung Wattenmeer. Hier musste ich eine sehr große Hürde meistern. Da standen Kühe – ohne Zaun. (Anm. d. Red.: Kühe sind äußerst gefährliche Tiere) Nicht nur einmal, nein zweimal musste ich an denen vorbei und eine hat sich sogar bewegt. Aber ich habe es geschafft. Am Wattenmeer selber hatten wir heute tatsächlich mal Rückenwind, der uns ordentlich vorwärts trieb. Dann querten wir noch den Deich und schon waren wir mit Runde 1 fertig. Die zweite war etwas kürzer aber auch mit Rückenwind.

Ingo kam gut voran und hat sich Platz 20 in der Gesamtwertung geholt. Sein Wunschziel, der 10. Platz, ist leider durch unseren gemeinsamen Lauf nicht mehr möglich gewesen, wäre aber auch so hart geworden.

Was hat nun mein Zeh zu dem heutigen Lauf gesagt. Ich habe die ganze Nacht gesalbt und gekühlt und morgens war alles soweit gut. Bis ich in Otterndorf in die Laufschuhe stieg. Das ging einfach nicht. Dann überlegte ich mir, doch mal Ingos zweites Paar Laufschuhe zu probieren. Die sind vorne breiter als meine. Gesagt getan und tada, kein Schmerz. Leider übertrug sich damit keine Schnelligkeit. Bis km 6 spielten die Oberschenkel noch mit, dann machten sie immer mehr zu. Aber ich rettete mich noch in gut 58 Minuten ins Ziel. Wie das morgen wird… ich weiß es nicht. Ich werde die Schmerzsalbe großflächig verteilen und einfach hoffen, dass mir meine Beine nicht abfallen.

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Zur Siegerehrung setzte dann doch noch der Regen ein und wir zogen in die Seelandhalle um. Dort gab es auch genügend Getränke und als die Busse kamen hatte es aufgehört zu regnen.

Fazit des Tages: Auch in fremden Schuhen muss man selber laufen und große Portionen Backfisch sind in Otterndorf wirklich groß.

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