4. Etappe – Dornumerland

Auch heute startete der Lauftag entspannt. Am Vormittag hatten wir Zeit eine ehemalige Mühle zu besuchen, in der sich jetzt das Museum „Leben am Meer“ befindet. Der Bus kam 14:20 Uhr und gleich am zweiten Halt gab es das erste Aha-Erlebnis. Der Fahrer machte den Bus aus. Einem beunruhigten Raunen der Mitfahrer folgte das irritierte Gesicht des Fahrers. Nachdem wir ihm die gestrige Situation geschildert hatten, startete er zu unserer aller Beruhigung den Bus wieder. Entspannt sanken wir in die Sitze zurück. Überhaupt sind die Busfahrten äußerst unterhaltsame Angelegenheiten. Wir holen z.B. immer eine Vierergruppe ab, die in einem recht engen Straßenzug Quartier bezogen hat. Das Wendemanöver des Busses ist jeden Tag ein anderes. Vermutlich werden schon Wetten abgeschlossen, wie herum der Bus diesmal gedreht wird. Doch nun weiter zum Lauf.

Von Dornum selber haben wir nicht viel gesehen. Der Ort hat auf jeden Fall einen Hafen und einen Campingplatz inklusive Meerwasserfreibad. Dort war dann auch der Start. Erst einmal hieß es aber wieder Zeit totzuschlagen. 17:15 Uhr versammelten sich endlich fast alle Läufer im diesjährigen lila Tour-Shirt zum obligatorischen Gruppenfoto. Dann wurde schnell das Shirt in die Tasche gestopft, das Nordseelied geträllert und los ging’s. Ingo durfte heute wieder vorne mitlaufen und war entsprechend gut unterwegs. Ich blieb in den hinteren Reihen und konnte mich so ein wenig in der Menge vor dem wirklich starken Wind verstecken. Irgendwann wollten meine Beine aber richtig flott laufen, mit dem restlichen Körper hinterher. Nach dem gestrigen und vorgestrigen Debakel schien sich mein Körper seinem Laufschicksal endlich ergeben zu haben. Jeder Kilometer ging schneller als der vorige. Der schnellste war letztlich eine 5:20 min/km.

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Die Strecke selbst war recht schön. Erst ging es ans Wattenmeer, über den Deich, an der Hauptstraße entlang, wieder zurück auf den Deich und schließlich zum Zieleinlauf runter vom Deich und auf die Wiese.

Viele Läufer empfanden den Lauf heute auch wesentlich entspannter. Das lag sicher am kühleren Wetter, am sich langsam einschleichenden Gewöhnungseffekt und vor allem an der Aussicht auf den morgigen Ruhetag. Bei Nudel, Bratwurst und Live-Musik warteten wir auf Siegerehrung und Tombola. Das ging heute recht flott, bloß gut, denn uns wurde schnell kalt.

Bemerkenswert ist auch, was sich alles an Fundsachen neben der ganzen Lauferei einfindet. Hörgeräte, Sonnenbrillen, Caps, Shirts… fast wie damals im Sportunterricht in der Schule.

Fazit des Tages: Dornum heißt aus dem Friesischen übersetzt ganz sicher „Wind“ und Muskelkater kann man zähmen.

 

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