2. Etappe – Baltrum

Zu einer wahrlich unchristlichen Zeit mussten wir heute den Bus besteigen. 6 Uhr ging es los. Wir kamen genau bis zum nächsten Haltepunkt, dann ging der Bus aus und nicht wieder an. Nach gefühlten 30 mal Tür auf und Tür zu, Elektronik aus und Elektronik ein nahmen wir endlich wieder Fahrt Richtung Fähre auf. Auch heute wurden wieder ein paar Läufer irgendwo vergessen. Also drehten wir einige Kreise, um auch die letzten Laufwilligen einzusammeln. Um 8 Uhr setzte uns die Fähre nach Baltrum über. Unterwegs konnten wir noch ein paar Roben sehen und schon waren wir da.

Beim Nordseelauf verbringt man viel Zeit damit, irgendwo zu warten, dass die Zeit bis zum Start vergeht. Das hat sicher auch logistische Gründe, nervt aber schon irgendwie. So suchten wir uns ein schönes Plätzchen am Strand, während die Tourismus- Pfarrerin einen Sonntagsgottesdienst abhielt.

Zwischenzeitlich fiel mir ein, dass ich meine schöne Startnummer im Hotel vergessen hatte. So traten wir um 11 Uhr erneut zur Startnummernausgabe an. Leider musste ich eine neue Nummer kaufen und habe nun die 311. Aber vielleicht bekomme ich meine 25 morgen ja wieder. Ganz feste Daumen drücken!

Endlich war es 13 Uhr und der Startschuss zum Dornröschenlauf auf Baltrum fiel. Die Strecke bot befestigte und unbefestigte Wege, sowie Wiesenwege hinterm Deich. Zu laufen waren zwei Runden mit jeweils 5,3 km Streckenlänge. Der Wettergott meinte es etwas zu gut mit uns. Die Sonne brannte unbarmherzig. Wind mit salziger Luft trocknete uns zusätzlich aus. Da bot der Gartenschlauch an der Jungendbildungsstrecke eine schöne Abkühlung. Ingo mag keine Crossläufe und so wurde es für ihn kein richtiger Genuss. Ich hatte ab Kilometer 7 mit festen Muskeln in den Oberschenkeln zu kämpfen, so dass ich kurzzeitig ging. Zwischendrin habe ich mir echt überlegt, ob das alles so richtig war. Im Moment bin ich bei einem „Ich denke schon“. Hoffentlich wird da morgen nicht ein „auf keine Fall“ draus. Hoffentlich gibt mir unser besondere Tag morgen genügend mentale Stärke. Falls Dornröschen mal auf Baltrum den Lauf mitgemacht hat, weiß ich warum die so lange geschlafen hat. Ich bin völlig geschafft.

Siegerehrung und Tombola gab’s auch wieder, beides ohne unsere Mitarbeit. Um 18 Uhr schipperten wir wieder nach Hause.

Fazit des Tages: Baltrum ist sehr schön, aber wenn ältere Herrschaften mit Sonnenschild und weißen Shorts erscheinen, dann lauft, denn der Strand gehört ihnen.

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