1. Etappe – Wangerland

Um viertel nach zwölf holte uns heute Mittag der Läuferbus ab. Auf dem Weg nach Wangerland sammelte er viele weitere gut gelaunte Läufer ein. In unserem Ankunftsort, dem Nordseeheilbad Horumersiel-Schillig, steppte heute der Bär. An diesem Wochenende feiert man dort sein 475-jähriges Bestehen. Ein schöner Anlass für die Startetappe. Warum wir schon relativ früh im Ort sein sollten, wurde uns nicht richtig klar, aber da dort ringsherum viel los war, verging die Zeit dann doch halbwegs schnell. Alles Organisatorische klappte super und so konnten wir pünktlich um 17.00 Uhr starten.

„An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand…“

Vielstimmig bildeten wir einen lustigen Chor und los ging’s. Ingo kam richtig gut durch, wie zu erwarten. Unsere Plätze findet ihr hier. Und nun kommen wir zu meiner Odyssee. Die ersten 2,5 km liefen super. Rauf auf den Deich, runter vom Deich, rauf auf den Campingplatz, runter vom Campingplatz und alles unter dem Applaus zahlreicher Zuschauer. Man konnte hier ja gar nicht langsam laufen. Doch dann kam ein flacher aber nicht enden wollender Anstieg mit Wind von vorne. Irgendwann war man endlich oben und da dort auch der Wendepunkt war, kam schon die Vorfreude auf den anstehenden Rückenwind auf. Die hielt genau 300m, dann kam der Strand. Mag ja sein, dass die vorderen Läufer noch gut an der Wasserkante laufen konnten, für uns hinten blieb nur aufgewühlter Strand über. Ein lustiges Hindernis in Form eines Zaunes war auch für uns „aufgebaut“. Es gab ein paar, die hüpften oder sprangen drüber weg  –  ich war nicht so abenteuerlustig. Irgendwann war auch der Strand geschafft und weiter ging’s zur Promenade. Ich weiß nicht, von wo der ganze Wind herkam.

Im Läuferfeld sind zusätzlich zu den normalen Läufern auch Trainer dabei. Bei der Vorstellung selbiger am Freitag Abend habe ich noch gedacht: Trainer, brauch ich nicht. Brauche ich wohl!!! Ich war so froh, dass ich zwei Kilometer vor dem Ziel endlich eine von ihnen im Blick hatte. Die kümmerte sich nur ständig um wen anders. Bei Kilometer 9 hatte ich sie doch erwischt und sie blieb bis zum Ziel an meiner Seite. Danke dafür! Geschafft hätte ich es auch so, aber so ging es wesentlich besser.

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Gut Lachen vor dem Start

Heute Morgen hatte ich noch überlegt, wann ich denn das letzte Mal 10 km flott gelaufen bin. Das Läuferhirn produziert ja manchmal gar seltsame Sachen. Ich hatte mir überlegt nicht zu viele lange Läufe zu trainieren , damit ich nicht schon vorher kaputt bin. Klingt ziemlich dämlich, wenn ich das hier lesen und so war es letztlich auch.

Siegerehrung und ein bisschen Feierei gab es am Ende auch noch. Bei der Tombola gingen wir leider leer aus. Doch bei Preisen wie Liegestuhl und Sonnenschirm waren wir ganz froh kein Glück zu haben. Das wäre logistisch doch etwas schwierig geworden.

Fazit des Tages: wo Nordsee ist, da ist auch Wind und Läuferhirne sollte man nicht immer trauen.

Morgen früh um sechs geht’s weiter auf die Insel Baltrum. Frühstück ist schon um fünf… wir lesen uns bald!

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